Aufgaben

Hier finden Sie Informationen über unsere Aufgaben und Möglichkeiten der Betreuungen, Hausnotruf mit Hausnotrufbereitschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Krisenintervention.

Betreuungen

Das Betreuungsrecht dient dem Schutz und der Unterstützung erwachsener Menschen, die wegen einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können und deshalb auf Hilfe anderer angewiesen sind. Jeder kann durch einen Unfall, eine Krankheit oder am Ende des Lebens in eine derartige Situation geraten. Bedarf es in diesem Fall der Unterstützung in Rechtsangelegenheiten, wie z. B. der Gesundheitssorge, Behördenangelegenehiten, muss das Betreuungsgericht auf Antrag der Betroffenen selbst oder von Amts wegen über die Betreuerbestellung entscheiden. Sind andere Hilfen oder die Unterstützung durch eine dazu bevollmächtigte Person des Vertrauens ausreichend, darf keine Betreuerbestellung erfolgen. Grundsätzlich gilt immer, dass das Wohl und die Wünsche der hilfsbedürftigen Person im Vordergrund steht.

Viele Menschen sind sich darüber unsicher, was eine Betreuung für sie bedeutet und wo sie Rat und Hilfe über deren Bedeutung und Möglichkeiten erhalten können. Sie möchten auch wissen, inwieweit sie selbst auf die Bestellung einer Betreuerin oder eines Betreuers Einfluss ausüben oder wie sie eine Betreuerbestellung ganz vermeiden können. Diese und andere Fragen beantworten wir Ihnen gerne.

Ein Betreuer wird nur bestellt, wenn dies notwendig ist, weil eine Person ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr besorgen kann. Dabei muss zunächst festgestellt werden, ob nicht Hilfen tatsächlicher Art vorhanden und ausreichend sind. So können Familienangehörige, Bekannte oder soziale Dienste die betroffene Person bei praktischen Angelegenheiten des Alltags unterstützen. Sie können beim Ausfüllen von Anträgen (Rente, Sozialleistungen) helfen. Solche Hilfen sind vorranging, reichen aber nicht aus, wenn auch eine rechtsgeschäftliche Vertretung der betroffenen Person erforderlich ist. Die Bestellung eines Betreuers kann allerdings dann vermieden werden, wenn bereits eine andere Person bevollmächtigt wurde oder noch bevollmächtigt werden kann. Dies gilt nicht nur für Vermögensangelegenheiten, sondern auch für alle anderen Bereiche, wie in Gesundheitsangelegenheiten, Behördenangelegenheiten, ect.

Der Betreuer muss den Betreuten in seinem Aufgabenbereich persönlich betreuen. Er darf sich nicht auf die Erledigung des anfallenden Schriftverkehrs beschränken. Ein wichtiger Teil seiner Aufgabe ist vielmehr der persönliche Kontakt. Isst der Betreute so stark behindert, dass Gespräche mit ihm nicht möglich sind, so muss der Betreuer ihn gleichwohl aufsuchen, um sich einen Eindruck von seinem Befinden zu verschaffen. Innerhalb seines Aufgabengebietes hat er grundsätzlich dafür Sorge zu tragen, das die erforderliche Hilfe für den Betreuten organisiert und seine ihm verbliebenen Fähigkeiten gefördert und Rehabilitationschancen genutzt werden. Führt der Betreuer die Betreuung berufsmäßig, hat er nach Ermessen des Gerichts zu Beginn der Betreuung einen Betreuungsplan zu erstellen, in dem die Ziele der Betreuung und die zu ihrer Erreichung zu ergreifenden Maßnahmen dargestellt werden. Mindestens einmal jährlich muss der Betreuer dem Betreuungsgericht über die Entwicklung der persönlichen Verhältnisse des Betreuten berichten. Dies kann schriftlich oder mündlich geschehen.

Der Betreuer hat die ihm übertragenen Aufgaben so zu erledigen, wie es dem Wohl des Betreuten entspricht. Dazu gehört auch, dass nicht über seinen Kopf hinweg entschieden wird. Vielmehr müssen betreute Menschen mit ihren Vorstellungen ernst genommen werden. Es dient ihrem Wohl, wenn ihnen nicht etwa aufgezwungen wird, sondern wenn sie im Rahmen der noch vorhandenen Fähigkeiten und der objektiv gegebenen Möglichkeiten nach eigenen Wünschen und Vorstellungen leben können. Der Betreuer muss sich durch regelmäßige persönliche Kontakte und Besprechung wichtiger anstehender Entscheidungen ein Bild davon machen, welche Vorstellungen der Betreute hat, was er gerne möchte und was er nicht will. Danach muss er sich auch richten, es sei denn, dies liefe eindeutig dem Wohl des Betreuten zuwider oder wäre für den Betreuer selbst unzumutbar. Der Betreuer darf seine eigenen Vorstellungen nicht ohne zwingenden Grund an die Stelle derjenigen des Betreuten setzen. So darf er nicht dem Betreuten gegen dessen Willen eine knauserige Lebensführung aufzwingen, wenn ausreichende Geldmittel vorhanden sind. Auch Wünsche, die der Betroffene vor Eintritt der Betreuungsbedürftigkeit in Bezug auf die Person des Betreuers oder die Lebensführung zum Ausdruck gebracht hat, sind beachtlich, es sei denn, dass er zwischenzeitlich seine Meinung geändert hat. Lassen sich die Wünsche des betreuten Menschen nicht feststellen, so sollte der Betreuer versuchen, dessen mutmaßlichen Willen herauszufinden. Hierfür sind Auskünfte nahestehender Personen nützlich. Anhaltspunkte dürften sich auch aus der bisherigen Lebensführung ergeben.

Wir übernehmen und führen Betreuungen durch. Bei Fragen über eine Möglichkeit der Betreuung und deren Inhalte sowie was zu beachten ist, bitten wir Sie mit uns Kontakt aufzunehmen.

 

Hausnotruf

Hausnotrufsystem sind dafür da Hilfe per Kopfdruck zu holen. Wir sind der festen Überzeugung, dass Menschen selbstbestimmend leben können, vor allem in den eigen vier Wänden.

Der Betreuungsverein Norden e. V. und Vitakt Hausnotruf GmbH unterstützen Sie gerne dabei. Ebenso kombiniert der Betreuungsverein Norden e. V. und Vitakt Hausnotruf gemeinsam die Sicherheit und Aufmerksamkeit. Das Hausnotrufsystem gibt Ihnen die Gewissheit, dass für den Fall der Fälle immer jemand für Sie da ist. Vitakt Hausnotruf GmbH erfasst die Situation und kontaktiert uns als Hausnotrufbereitschaft sowie wenn gewünscht auch die Nachbarn, Angehörige, den Pflegedienst oder den örtlichen Rettungsdienst.

Dieses positive Gefühl, dass immer jemand da ist, dafür stehen wir zusammen mit Vitakt Hausnotruf GmbH. Wir sind Vitakt Partner und bieten die Hausnotrufbereitschaft an.

Mit der Hausnotrufbereitschaft nehmen Sie zusätzlich zu Ihren Angehörigen und Nachbarn auch uns als zuverlässigen Hausnotrufbereitschaftsdienst in der Kontaktliste mit auf. So ist rund um die Uhr jemand da, der im Bedarfsfall nach Ihnen schauen kann und eventuell auch weiteres veranlassen kann. Hausnotrufbereitschaft beinhalt die eventuelle Schlüsselaufbewahrung sowie die Bereitstellung des Personal vom Betreuungsverein Norden e. V.

Der Betreuungsverein Norden e. V. ist Vitakt Partner und darf Haunotruf mit der Hausnotrufbereitschaft anbieten. Sollten Sie weitere Informationen über Hausnotruf und deren Haunotrufbereitschaft haben können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen, wir beantworten Ihnen alle Fragen über Hausnotruf und deren Hausnotrufbereitschaft.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Der Begriff Öffentlichkeitsarbeit beschreibt den Informationsaustausch zwischen unseren Verein und der Öffentlichkeit. Als wichtige Vermittler und Multiplikatoren von Informationen fungieren hierbei die verschiedenen Medien. Ziel von Öffentlichkeitsmaßnahmen ist die Vermittlung von bestimmten Informationen und Anliegen. Öffentlichkeitsarbeit wird inzwischen nicht mehr als reine Kommunikation mit den Medien verstanden. Öffentlichkeitsarbeit bedeutet viel mehr auch interne Kommunikation, d. h. einen regen Informationsaustausch zwischen der Führungsebene und den ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Öffentlichkeitsarbeit soll das positive Image unseres Vereins in der Öffentlichkeit entwickeln und festlegen. Gerade in Zeiten, in denen soziale Organisationen einem rigiden Sparzwang unterworfen sind, gewinnt die Öffentlichkeitsarbeit neben der reinen Imageförderung eine wichtige betriebswirtschaftliche Bedeutung.

Angebote und Nachfragen von sozialen Dienstleistungen bestimmen zunehmend die Existenz unseres Vereins. Öffentlichkeitsarbeit steuert diesen Prozess, also auch auf die Nachfrage nach einer bestimmten Dienstleistung. Ein Leistungserbringer, der mit den Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit Arbeit, will seine Organisation als leistungsfähig und zuverlässig darzustellen.

Öffentlichkeitsarbeit soll auch Lobbying im klassischen Sinne sein. Es ist selbst auf regionaler Ebene unverzichtbar geworden, intensive Kontakte zu Vertreten aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur herzustellen. Diese müssen mit den Zielen und Strukturen unseres Vereins bekannt gemacht werden. Denn insbesondere bei Kampagnen und Vorhaben, die von diesen gesellschaftlichen Gruppen beeinflusst werden können, erweisen sich derartige Fürsprecher als wertvolle Hilfe. Eine Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit liegt darin, Strategien zu entwerfen und den Weg zu derartigen Fürsprechern zu ebnen.

Diese Beispiele machen deutlich, dass die Aufgaben von Public Relations heute sehr vielseitig sind und jedem in der Öffentlichkeitsarbeit tätigen ein hohes Maß an Verantwortung und Engagement abverlangen. Dieser hohe Anspruch ist in vielen Fällen mit einer enormen Erwartungshaltung verknüpft. Investitionen in der Öffentlichkeitsarbeit werden mit der konkreten Erwartung verbunden, dass sich diese innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder auszahlen. Ein Wundermittel kann Öffentlichkeitsarbeit diesbezüglich natürlich nicht sein, aber ein effizientes Mittel, die unseren Verein professionell darzustellen und die Position ideell und finaziell festigen.

Wir geben Informationsveranstaltungen über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung & Patientenverfügung und über Hausnotruf & Hausnotrufbereitschaft sowie über den Betreuungsverein Norden e. V. mit deren Aufgaben, Angebote, Ehrenamt, und Kooperationspartner. Auch auf öffentliche Veranstaltungen wie z. B. Stadtfeste, Ortsfeste, usw. stellt sich der Betreuungsverein Norden e. V. vor. Sollten Sie eine Informationsveranstaltung zu den oben genannten Themen haben wollen oder den Ablauf einer Informationsveranstaltung wissen wollen sowie eine öffentliche Veranstaltung plan wo Sie uns mit einem Informationsstand haben wollen, dann bitte ich Sie uns zu kontaktieren.

 

Krisenintervention

Es gibt nur allzu viele traurige Beispiele dafür, wohin eine Betreuung führen kann.

Es hat sich zunehmend gezeigt, dass die strukturierte und verantwortliche Betreuung akut traumatisierter und trauernde Menschen kein humanitärer Luxus ist. Immer mehr wird erkennbar, dass die qualifizierte traumatologische Intervention im Rahmen des Einsatzgeschehens integraler Bestandteil ist. Es geht hierbei um die grundlegende Erfahrung, dass ein tragischer Wendepunkt (z. B. der plötzliche Tod eines nahestehenden, geliebten Person oder durch eine körperlich schadlos überstandenen Lebensbedrohung) nicht zum Stillstand oder Ende des eigenen Daseins führt. Unter psychosozialer Krise ist eine Konfrontation mit unvorhersehbaren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen zu verstehen. Die daraus folgenden Lebensveränderungen erzeugen Hilflosigkeit und Schrecken und überschreiten oftmals die Grenzen der eigenen Bewältigungsmechanismen. Wenn es jedoch gelingt, eine psychosoziale Krise als Wendepunkt zu deuten, der hat eine neue Perspektive gefunden und damit die Voraussetzung für sich geschaffen, sein Leben nach der Krise neu zu gestalten. Somit stellt die Krisenintervention eine Unterstützung für Betroffene dar. Das prägnanteste Merkmal der Krisenintervention ist, dass sie zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach der Traumatisierung beginnen muss, um der Weichenstellung hinsichtlich der Bewältigung eines tragischen Ereignisses zu dienen. Der Kriseninterventionsmitarbeiter will den Betroffenen dabei helfen, für sich neue Perspektiven zu erkennen bzw. zu erarbeiten und somit zu einem größtmöglichen Maß an Selbstbestimmung zu finden. Diese Entwicklung gibt es durch eine qualifizierte und strukturierte Betreuung zu initialisieren. Diese Traumatisierung kann sich dann einstellen, wenn ein Mensch überraschend mit einer Situation konfrontiert wird, die er als lebensbedrohlich erlebt, die außerhalb seiner normalen Erfahrung liegt und für die er somit keine Bewältigungsstrategien hat. Ein Trauma in diesem Sinn kann auch induziert werden, wenn es sich um eine Bedrohung des eigenen Lebens oder das eines nahen Angehörigen handelt. Diese wiederum kann durch Naturereignisse oder durch von Menschen verursachte Katastrophen, Kampfhandlungen, schwere Unfälle usw. hervorgerufen werden. Im Vordergrund steht dabei stets das subjektive Empfinden einer Person. Die Krisenintervention befasst sich mit traumatisierten Menschen. Durch diese Aufgabenstellung wird deutlich, dass die Krisenintervention nicht allein einen humanitären Anliegen folgt.

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